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Bilder DEPOT · art DEPOT · Alexander CAMARO

Alexander Camaro war ein deutscher Künstler (1901-1992), der an der documenta 1 und der documenta II teilgenommen hat.

Alexander Camaro (bürgerlicher Name Alphons Bernhard Kamarofski) verbrachte seine Kindheit und Jugend in Breslau. In jungen Jahren schloss er sich einer Zirkustruppe an und trat als Hochseilartist auf.
Zwischen 1920 und 1925 studierte Camaro an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe Breslau Malerei, unter anderem bei Otto Mueller.[1] Von 1929 bis 1930 besuchte er als Tanzschüler die Wigman-Schule von Mary Wigman in Dresden. In Wigmans Choreografie zu Albert Talhoffs "Totenmal"von 1930 trat er als Solist auf.[2] Als Maler wurde Camaro ab 1933 bis zum Ende der Nazi-Diktatur mit einem Arbeits- und Ausstellungsverbot belegt, so dass er in dieser Zeit seinen Lebensunterhalt nur durch den Tanz bestreiten konnte.[3] Gemeinsam mit seiner Partnerin Liselore Bergmann tanzte Camaro an verschiedenen Bühnen in Deutschland. Während des Zweiten Weltkriegs folgten Tourneen an Frontbühnen in Russland und auf Kreta. Camaro tauchte 1944 unter, um sich dem Kriegsdienst zu entziehen.
Seit 1945 wieder in Berlin, begann für Camaro eine produktive malerische Phase. Es folgten mehrere Ausstellungen in den unmittelbaren Nachkriegsjahren. 1949 gehörte Camaro zu den Mitbegründern des legendären, surrealistisch geprägten Berliner Künstlerkabaretts Die Badewanne. Er war konzeptionell und darstellerisch tätig, unter anderem als Maler, Tänzer und Pantomimekünstler.[4] Er trat in den wiedergegründeten Deutschen Künstlerbund 1950 ein und beteiligte sich an dessen erster Jahresausstellung mit vier Ölgemälden, darunter der großformatigen Rosa Dame (1949).[5]
Nach einer umfassenden Ausstellung seiner bisherigen Werke im Haus am Waldsee in Berlin erhielt Camaro 1951 den Berliner Kunstpreis der Akademie der Künste. Ein Jahr später wurde er zum Professor für Malerei an die Hochschule für Bildende Künste Berlin berufen.
1966 heirateten Alexander Camaro und Renata Gentner (* 1934 in Herrenberg).[6][7] Ab 1971 bezog das Ehepaar ein Atelierhaus in Kampen auf Sylt.[8] Er arbeitete abwechselnd in Kampen und Berlin.[9]

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Ohne Titel (1975)
Zeichnung, Tusche auf Papier
100 cm x 70 cm